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Bioprozesse ersetzen traditionelle Syntheseschritte

Pressemitteilung

 

Fortschritte bei biotechnologischen Verfahren für die chemische Industrie

(2. Teil der Technical Insights Analyse)

 

Frankfurt am Main, 20. April 2004

 

 

Mit den beeindruckenden Fortschritten der Biotechnologie wächst auch ihre Akzeptanz in verschiedenen Branchen, insbesondere in der Pharmaindustrie, der Landwirtschaft und der chemischen Industrie. Zu dieser Einschätzung kommt eine neue Analyse von Technical Insights, einem Unternehmensbereich der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Die Analyse mit dem Titel "Fortschritte bei biotechnologischen Verfahren für die chemische Industrie: Teil 2" stellt zukunftsträchtige Entwicklungen in der chemischen Produktion mit biotechnologischen Verfahren vor.

 

Die Analyse liefert breit gefächerte Informationen über Patente, Arzneimittel- und Impfstoffzulassungen und registrierte Pestizide. Der Hauptschwerpunkt der durchgeführten Untersuchungen liegt auf der Anwendung biotechnologischer Prozesse im Bereich der Medizin zur Herstellung von Antibiotika, Vitaminen und Biopharmazeutika sowie auf Biopolymeren, Biokatalysatoren und biotechnologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln.

 

Hoher Aufwand und die Forderung nach sicheren Verfahren beeinflussen die schnelle Einsatzbarkeit

 

"Wie schnell Bioprozesse Eingang in die verschiedenen Branchen finden, hängt von ihrer wirtschaftlichen Machbarkeit und den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab", erläutert Miriam Nagel, Analystin bei Technical Insights (http://technicalinsights.frost.com). "Die Probleme, die sich in den einzelnen Branchen bei der Einführung von biotechnologischen Prozessen stellen, sind sehr unterschiedlicher Natur und lassen sich nicht unbedingt verallgemeinern."

 

Bei der biopharmazeutischen Herstellung von Medikamenten ist es vor allem der hohe Aufwand für Forschung und Entwicklung, der mit einkalkuliert werden muss. In der chemischen Industrie sind die entscheidenden Faktoren die Forderungen der Allgemeinheit nach sicheren und nachhaltigen Verfahren und die entsprechenden politischen Vorgaben. Für die Landwirtschaft schließlich stellen die kritische Haltung der Öffentlichkeit gegenüber der Gentechnik und die daraus resultierenden komplexen gesetzlichen Vorschriften die vordringlichsten Herausforderungen dar.

 

Erste Erfolge in der Pharmabranche lassen hoffen

 

Solche Faktoren dürften den Einsatz biotechnologischer Verfahren bremsen. Wenn allerdings die erfolgreiche Markteinführung biopharmazeutischer Medikamente für Hepatitis, Krebs, Diabetes und Hämophilie, die den Pharmaunternehmen im Jahr 2003 kräftige Umsatzsteigerungen beschert haben, einen Schluss auf die Marktentwicklung zulässt, dann ist auch in anderen Branchen mit einem breiteren Einsatz der Biotechnologie zu rechnen.

 

Sinkende Produktionskosten fördert die Akzeptanz

 

"Die Einsparung verschiedener herkömmlicher Syntheseschritte bei der Herstellung von Vitaminen und Antibiotika hat die Produktionskosten sinken lassen und die Umweltbilanz verbessert, was wiederum die Akzeptanz von Bioprozessen fördert", erläutert Nagel. Bioprozesse ersetzen in einigen Fällen bereits herkömmliche Syntheseschritte in der chemischen Produktion und ermöglichen so eine kostengünstigere Herstellung.

 

Beleg für den allmählich zunehmenden Einsatz biotechnologischer Verfahren ist die Entwicklung von Biopolymeren, ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten, biologisch abbaubaren Kunststoffen, und entsprechenden Anwendungen wie kompostierbarem Essbesteck und Wegwerf-CDs.

 

Neue Impulse durch erste Erfolge und anhaltende Investition 

 

Die EU-Zulassung für biologische Fungizide zum Einsatz an für die Ernährung bestimmten Pflanzen und die Zustimmung der US-Behörden zur Entwicklung neuartiger Genfähren, die in Landwirtschaft und Medizin eingesetzt werden könnten, liefern ebenfalls zusätzliche Impulse für die Nutzung der Biotechnologie. Zu den ersten Anwendungen dürften genmanipulierte Sojabohnensorten zählen, die widerstandfähiger gegenüber Krankheiten sind und weniger gesättigte Fettsäuren enthalten.

 

"Weil Innovation der Schlüssel für biotechnologische Fortschritte in Medizin, Landwirtschaft, industrieller Produktion und Umweltmanagement ist", sagt Nagel, "reinvestieren Biotechnologieunternehmen mehr als 50 Prozent ihrer Erlöse in Forschung und Entwicklung."

 

Dass sich diese nachhaltigen Anstrengungen auch auszahlen, wird durch die Tatsache belegt, dass in letzter Zeit allein von der amerikanischen Arzneimittelbehörde mehr als 150 biotechnologisch hergestellte Medikamente und Impfstoffe zugelassen wurden. Bemerkenswerterweise erfolgten 75 Prozent der Zulassungen in den letzten sechs Jahren.

 

Ein enormes Potenzial, an dem geforscht werden muß

 

Mit Blick auf die Zukunft meint Nagel: "Schon der Umstand, dass fast 99 Prozent der natürlich vorkommenden Mikrobenarten noch nicht erforscht sind, verdeutlicht das gewaltige Potenzial für die Anwendung der Biotechnologie in verschiedenen Branchen." Die chemische Industrie könnte nach Pharmaindustrie und Landwirtschaft die dritte Station auf dem Siegeszug der Biotechnologie werden, meint Nagel abschließend.

 

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zu Fortschritten bei biotechnologischen Verfahren für die chemische Industrie in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).

 

Titel der Analyse:

Advances in Biotechnology for Chemical Manufacture: Part 2 (Report D482)

 

 

 

Frost & Sullivan ist ein weltweit führender Anbieter internationaler strategischer Marktforschung und Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Kalifornien.

 

Im Unternehmensbereich Technical Insights werden ständig aktuelle Research-Reports zu neuen und traditionellen Technologien veröffentlicht.

 

Ständig aktualisierte und ausschließlich von dem Expertenteam von Technical Insights verfasste Nachrichten finden sich im Internet unter http://technicalinsights.frost.com.

 

 

 

Weitere Informationen:

 

Katja Feick

Corporate Communications

Frost & Sullivan

Clemensstrasse 9

60487 Frankfurt/Main

Tel.: 069-77033-12

Fax: 069-234566

Katja.feick@frost.com

http://www.presse.frost.com

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